von Golding

eine Inszenierung im Rahmen des Projektes "mit leerem kopf nickt es sich leichter" - mit und für Jugendliche

Regie: Alexander Flache
Ausstattung: Petra Linsel
Besetzung: Rebecca Halm, Sebastian Urmoneit, Hans Peter Heinig, Markus Wenzel, Anne Sebastian, Kristina Heinicke, Petra Jungandreas, Stephanie Lösch, Jasin Baig

eine Produktion für die JugendTheARTerwelt in Kooperation mit Theater und Philharmonie Thüringen und dem MIXX-Club des Landestheaters ABG


Open-Air Premiere am 14.06.09 im Innenhof des Landestheaters Altenburg

 
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KRITIKEN


Kein Platz für Lagerfeuerromantik - beeindruckende Premiere des Jugendstück "mit leerem Kopf nickt es sich leichter"
"Die Freiheit der Person ist unverletzlich." Das ist ein Satz von völliger Schlichtheit, der in einem Stück der Jugendtheaterwelt inhaltlich im Vordergrund steht. Was zu Zeiten totalitärer Regime eine Sensation gewesen wäre, ist heute längst selbstverständlich - möchte man meinen. Dass es oft anders zugeht, dass Freiheit noch immer ein dehnbarer Begriff ist, beweisen die jungen Künstler in der Inszenierung "Mit leerem Kopf nickt es sich leichter"…Gespielt werden aufeinanderfolgend zwei Stücke, die im Rahmenthema einander entsprechen und so gut erkennbare Linie bilden. William Goldings "Herr der Fliegen" beginnt den Abend und orientiert sich in seiner Handlung an der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Jugendliche verschiedener Charakterzüge - und doch Kinder ihrer Zeit - Stürzen über einer verlassenen Insel ab, fernab jeder Zivilisation. Auf sich allein gestellt, ohne Aussicht auf Rettung stehen sie nun vor der Entscheidung: Tun was Spaß macht oder Aufstellen klarer Spielregel? Doch der Drang zur Freiheit ist größer. Vorerst. Bekannte Motive an jeder Stelle machen das Stück topaktuell. Was folgt, ist eine Polarisierung zwischen Gut und Böse, zwischen Recht und Rechtlosigkeit, zwischen gemeinsamem Organisieren und totalem Chaos. Stets abwechslungsreiche und doch tief gehende Momente lassen dabei wenig Platz für Lagerfeuerromantik. (…) Alexander Flache führte Regie. Das ist aber schon der einzige Profi. Alles andere sind junge Laiendarsteller, die nur in ihrer Freizeit Theater spielen. Doch sie liefern eine absolut professionelle Leistung. Fazit: einfach hingehen und sich selbst überzeugen!
Osterländer Volkszeitung 13./14.06.09 - Stefan Kuhfs