Astrid Lindgren (Bühnenfassung: Barbara Hass)

Regie
Alexander Flache
Bühne
Sabine Pommerening
Kostüme
Torsten Rauer
Musik/Komposition
AMarco De Haunt
Dramaturgie
Dr. Christian Katzschamnn
Schauspieler/innen: Stephanie Pardula, Anna-Maria Wasserberg, Lukas Schrenk,
Nils Willers, Adrian Thomser

LANDESTHEATER DETMOLD

Premiere 10.11.2015 - Großes Haus

 
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KRITIKEN

Showdown am Höllenschlund
Schon ehe es los geht, brandet rhythmisches Klatschen im Zuschauerraum auf. Und noch lange, nachdem am Ende das Licht auf der Bühne aus- und im Saal angegangen ist, klingen laute „Zugabe“ Rufe durchs Landestheater. (…) In „Ronja Räubertochter“ geht es um nichts Geringeres als um den Zwist zwischen Generationen und Familien, um das Hinterfragen alter Feindbilder und darum, Grenzen im Kopf zu überwinden. Aber in allererster Linie geht`s natürlich um zwei gegnerische Räuber-Clans und um die wachsende Freundschaft zwischen Ronja und Birk, die eine Menge Abenteuer bewältigen müssen, ehe sie zusammenfinden. Gerade mal fünf Schauspieler stehen in Detmold auf der Bühne. Und die sind von Regisseur Alexander Flache so geschickt eingesetzt, dass die Zuschauer den Eindruck haben, sie hätten es mit zwei großen Räuberbanden zu tun. Und mit Graugnomen, Wilddruden und Rumpelwichten. Flache schafft in seiner Inszenierung eine gute Mischung aus berührenden und turbulenten Sequenzen, erzählt Tiefgang, Witz und zum Mitfiebern spannend. Immer wieder mal setzt er, etwa wenn er die
Rumpelwichte skandieren lässt „Wir sind der Wald! Wir sind der Wald!“ federleicht aktuelle Akzente .(..)
Barbara Luetgebrune, Lippische Landeszeitung, 11.11.2015

Es ist wenig Klischeehaft an dieser Bühnenfassung von Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker "Ronja Räubertochter" [...]. Denn erfrischend fantasievoll setzt der Regisseur Alexander Flache das Stück in Szene und zieht das junge Publikum damit dermaßen in den Bann, dass es nach der Vorstellung frenetisch eine "Zugabe" fordert. [...] Flaches Inszenierung vereint berührende mit turbulenten Sequenzen. Seine "Ronja" ist tiefgründig, hat Witz und ist zum Mitfiebern spannend. DER PATRIOT 20.12.2015

Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren
Eine mitreißende Vorstellung im Landestheater Detmold
Zuschauer: Rhythmisches Klatschen des jungen Publikums im vollbesetzten Theater zeigte an, dass es den Anfang kaum erwarten konnte. Mit Blitz und Donner, Tanz, Gesang und Musik ging es los. Zwischenbeifall und Mitpfeifen in einigen Szenen zeigten, wie die Kids mitgingen. Der Beifall und Zugaberufe am Ende der Vorstellung wollten die 5 Protagonisten nicht von der Bühne lassen. Eine gelungene Vorstellung für Jung und Alt.
Regie: Fokus gelegt auf Ronja und ihre Erlebnisse und auch ihre erwachende Liebe, das Erwachsenwerden, das Verlassen der Familie und von der Familie verstoßen werden bis hin zum Happyend. Gut gezeichnet der Weg Ronjas in die Selbstständigkeit. Ein toller Gag auch der Schattenkampf der beiden Räuberhauptmänner Mattis und Borka hinter dem Bärenfell. Ansonsten gab es keine heftigen gruseligen Szenen, hier auf der Bühne waren die Räuber eher milde, aber mit viel Bewegung, Ausdruck und Musik. Insgesamt gespielt von einem tollen Schauspielerensemble. (…) Kultur-Info Lippe/ 11/2015

© Alfredo Mena