von Emma Broström nach dem Kinderbuch von Annika Thor

Regie
Alexander Flache
Bühne/ Kostüme
Nora Maria Bräuer
Dramaturgie
Johanna Müller
Schauspieler/innen: Lysann Schläfke, Sybille Böversen

NEUE BÜHNE SENFTENBERG

Premiere 19.01.2018

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KRITIKEN
Berührende deutsche Uraufführung an der Neuen Bühne Senftenberg: "Das Mädchen von weither" erobert die Herzen der kleinen Zuschauer.

"Mitten im Wald sitzen die kleinen Zuschauer in der Probebühne der Neuen Bühne auf Kissen und Kisten. Der Wind bläst ihnen um die Ohren, sie fühlen die Dunkelheit, die Kälte - fast so wie das kleine rote Knäuel, das sich auf der Bühne entrollt und als "Mädchen von weither" entpuppt. Gleichnamiges Stück nach dem Kinderbuch von Annika Thor und Maria Jönsson feierte am Freitag in Senftenberg seine berührende deutsche Uraufführung. (...) Alexander Flache hat die hochaktuelle Geschichte um Fremdheit, Andersartigkeit und Freundschaft behutsam inszeniert und sorgt mit manch Regieeinfall dafür, dass die Zuschauer, die mucksmäuschenstill dem Geschehen folgen, auch ihren Spaß haben. Vor allem aber das Spiel der beiden Darstellerinnen zieht in den Bann. Bemerkenswert, wie Sybille Böversen diese Skepsis auslebt über den Störenfried, der ihr gewohntes Leben durcheinanderwirbelt und wie sie störrisch darauf beharrt, ihr eigenes Haus nicht teilen zu müssen. Erfrischend wirkt dagegen die Neugier des Mädchens, die Lysann Schläfke augenblicklich in abgrundtiefe Traurigkeit über ihr Alleinsein umschlagen lässt.
Und wie der Grauen, ganz gegen ihren Willen, allmählich das Herz aufgeht! Nicht allein aus Mitgefühl, sondern auch, weil sie spürt, dass ihre eigene Welt durch die Fremde bunter wird. All das schwingt in ihrem Schlaflied mit "Der Mond ist aufgegangen", erst widerborstig und emotionslos gesungen und dann immer sanfter. Ein magisches Schattenspiel über die Hintergründe von Flucht fügt eine ungewöhnliche Nuance hinzu."
Von Ida Kretzschmar - Lausitzer Rundschau 20.Januar2018

Sehnsucht nach Heimat

Das Theater neue Bühne Senftenberg hat wie immer in der laufenden Spielzeit ein gesellschaftlich relevantes Stück auf die Bühne gebracht. Am 19. Januar erlebten kleine und große Zuschauer die Premiere des Stücks "Das Mädchen von Weither".
Das war auch die deutschsprachige Erstaufführung, der Bühnenfassung von Emma Broström des schwedischen Kinderbuchs von Anika Thor und Maria Jönsson. Regisseur Alexander Flache hat die Geschichte sensibel und rasant inszeniert, Trauriges und Komisches liegen eng beieinander. Die Kinder denken und fühlen mit. Auch die Herzen der Erwachsenen werden angerührt. Auch die Kostüme und die Bühne der Ausstattern Nora Maria Bräuer sind genial. (...) In der Nacht wird in Traumsequenzen und einem Schattenspiel wird die tragische Geschichte des Mädchens von seiner Vertreibung aus der Heimat, der Flucht über das Meer und seinem Ankommen im Haus im Wald erzählt. (...) Das Premierenpublikum, zu dem auch die Autorin Anika Thor gehörte, war begeistert. Neben vielen Vorstellungen für Schulen und in Schulen gibt es folgende Familienvorstellungen.
Niederlausitz aktuell - Samstag, 20.Januar 2018 | von Muenzberg