Heinrich V von William Shakespeare

Regie
Alexander Flache
Bühne & Kostüme
Petra Linsel
Dramaturgie
Andreas Deutz
Assistenz
Anika Lachnitt
Produktion
Stephan Brunner
musikalische Begleitung
Fabian Holzgartner (Orgel)
Schauspieler/innen: Andreas Schulz, Elisabeth Milarch, Nils Willers, Alexander Altomirianos, Katja Rosin,Stephan Brunner

schauspielweiden / Weiden i.d.Oberpfalz

Premiere 09.04.14 in der ehemaligen Kirche St.Augustin/ Weiden

 
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KRITIKEN

Aufschlag für die Kriegstreiber
Klein, rund, pelzig und grün. Tennisbälle. Aus einer kleinen Holztruhe purzeln sie zu Füßen des jungen britischen Regenten. Und Henry Nummer fünf ist absolut "not amused". So also reagieren die Franzosen auf seinen Anspruch auf ihren Thron: Sie schicken ihm Tennisbälle. Das wird ein tödliches Match geben. Krieg! Und wie es bei Kriegen bis heute immer so ist: Die wahren Gründe für den Griff zu den Waffen sind oft nicht die, die von den Kriegstreibern öffentlich genannt werden...Und so ist es mehr als passend, dass das Ensemble Schauspielweiden seine aktuelle Produktion in einer ehemaligen Kirche inszeniert hat … Unter dem Titel "Henry/Georg/Krieg" wollen die Theatermacher Heinrichs Krieg von vor 600 Jahren überblenden in jenen, der vor 100 Jahren ausbrach: der Erste Weltkrieg. Neben offensichtlichen Reminiszenzen (Gasmasken) macht Regisseur Alexander Flache das durch Einbeziehen authentischer Dokumente: Briefe, die der junge Weidener Soldat Georg Marx von der Front nach Hause in die Oberpfalz schickte, werden vom Ensemble in eingestreuten Sequenzen vorgetragen…Ein weiterer Pluspunkt ist das brillante Ensemble, das den (Gott sei Dank) stark gekürzten Originaltext mit Verve und guter Intonation verkauft, dass es eine Wonne ist: Rotschopf Andreas Schulz gibt den jungen König mit großer Ernsthaftigkeit und ohne viele mimische Sperenzien, Nils Willers und Alexander Altomirianos wirken als Geistliche wie Pat und Patachon und übernehmen zusammen mit ihren Ensemblekollegen Elisabeth Milarch, Katja Rosin und Stephan Brunner verschiedenste kleine Rollen, vor allem als Soldaten…Was bleibt, wie immer beim Schauspielweiden, sind starke Bilder und ein Spielort, der zusammen mit einer großen kreativen Leistung auf und hinter der Bühne einen beeindruckenden Gesamteindruck ins Hirn brennt. Relevantes Theater! 10.04.2014 NEUER TAG Weiden Frank Stüdemann


Geht in dieses Theater
"Shakespeare! Leute, geht in dieses Theater!", möchte man allen nach einem Besuch dieser Aufführung zurufen. Ein Raumerlebnis, ein Lichtspektakel, eine spielerisch packende Inszenierung, für die Weiden einmal mehr diesem "schauspielweiden" dankbar sein sollte. Wie hier dieser ehemalige Kirchenraum einfallsreich und konzeptionell genutzt wird, wie in diesem Stück Beleuchtung und Orgelmusik die Architektur des Ortes zum Erlebnisraum ganz besonderer Art verwandeln, das sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Was die Spieler und das Ensemble bieten, ist beeindruckend und überwältigend. Ein Königsdrama und ein Kriegsdrama mit vielen Facetten. Leute, gönnt euch diesen Shakespeare, seid neugierig! Weiden hat einen neuen Erlebnisraum! Und ein Kulturerlebnis der ganz besondere Art.Veit Wagner / Weiden NEUER TAG 15.04.2014/ Leserbrief

Es ist Krieg, und jeder sollte hin
Die beeindruckende Truppe von Schauspielweiden hat in der großartigen Kulisse der vormaligen Augustiner-Kirche William Shakespeares Geschichte von Heinrich V. (Henry), den Krieg zwischen England und Frankreich vor Jahrhunderten und die Geschichte des ersten Weltkrieges, an der Feldpost des Weidener Soldaten Georg Marx nacherzählt, miteinander verknüpft und verwoben. Orgel- und Lichteffekte, Militarismus, Brutalität, Scheinheiligkeit, Charisma, große und kleine Gefühle: ein Theaterabend, der Lust nach mehr aber auch nachdenklich - Ukraine-Krise - macht. Eine "Schauspiel-Truppe", die mehr Besuch verdient hat. Es gibt auch ein Leben neben volkstümlicher Musik, Schlager und sonstigen Vergnügungen. Liebe Weidener, rafft euch auf. Es gibt noch genügend Vorstellungen von "Henry/Georg/Krieg". NEUER TAG 25.04.2014 - Leserbrief - Joachim Strehl, Weiden